Von einem Fördertopf in den Nächsten

Von einem Fördertopf in den Nächsten

Au/Hallertau

Au/Hallertau, 30.11.2017 (sia).

 

Der Markt Au ist schon seit Jahren im Programm für die Städtebauförderung. Von Seitens der Regierung wird nun darauf hingewiesen, ab dem nächsten Jahr in ein anderes zu wechseln. Grund ist, dass im bisherigen Programm die Mittel-Bereitstellung anders gewichtet wird, sodass staatliche Zuschüsse nicht mehr wie bisher gewährt werden können. Das neu empfohlene Programm heißt „ Soziale Stadt“.


Früher hat es zwei Fördertöpfe gegeben, heute gibt es sieben. Bei der Städtebauförderung geht es immer um sehr viel Geld, das verteilt wird. Speziell in Au betrifft das die Stärkung des Ortsbereiches, wie man Leerstand vermeiden und was man für Senioren und Jugendliche tun kann. Jetzt muss alles aktualisiert werden. Den bisherigen Fördertopf kann der Markt nicht mehr abrufen, da die Mittel anders verteilt werden. Das ist zwar kein großes Drama, erklärte Städtebauarchitekt Thomas Hammer dem Gemeinderat auf der jüngsten Sitzung, aber als Voraussetzung für einen Programmwechsel, beziehungsweise für die Aufnahme in das neue Programm muss ein „Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept“ (ISEK) erarbeitet werden und dem Markt entstehen zusätzliche Kosten in Höhe von etwa 20.000 bis 30.000 Euro. ISEK beinhaltet eine Stärken-Schwächen-Analyse und in drei bis längstens sechs Monaten sollte das erledigt sein. „Wir müssen nochmal in den sauren Apfel beißen, sonst können wir unsere Vorhaben in der geplanten Form nicht schaffen. Wenn wir heute zustimmen, laufen wir automatisch im neuen Top mit, es gibt keine Verzögerung“, erläuterte auch Bürgermeister Karl Ecker. „ISEK gewährt uns auch, dass wir, falls wir erneut wechseln müssten, dann von Topf zu Topf springen können.“ Das geht jetzt wieder alles auf Kosten der Steuerzahler, stellte Heiner Barth kopfschüttelnd klar. Aber wenn man an den Speck ran möchte, muss man entsprechende Vorgaben liefern, hilft alles nichts, so der Rathauschef. Der entsprechende Beschluss erging mit einer Gegenstimme von Andreas Baumann.
 

 

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