Eine Torte zum Jubiläum

Eine Torte zum Jubiläum

Au/Hallertau

Au/Hallertau, 07.05.2018 (sia).

1. Vorsitzende Silvia Dietrich und Schirmherr Karl Ecker schneiden die Jubiläumstorte an, die Tierschutzvereinmitglied Patricia Geiger selbst gebacken hat

Happy Birthday – Tierschutzverein. Die Mitglieder des Tierschutzvereins Hallertau u. U. e. V. hatten sich am Samstag wieder jede Menge Arbeit gemacht und sich viel einfallen lassen, um ihren Geburtstag gebührend zu feiern. Viele treue Mitstreiter und Begleiter kamen zum 10-jährigen Jubiläum in die Hopfenhalle.

 

Losstand und Verkaufsstände bereicherten das Programm
Im April 2008 beschlossen einige Tierfreunde, angetrieben von Thomas Naumann der leider mittlerweile verstorben ist, einen Tierschutzverein für Au und die umliegenden Gemeinden ins Leben zu rufen. Im Vordergrund stand damals wie heute, die unkontrollierte Vermehrung von unkastrierten Streunerkatzen und das damit verbundene Katzenelend zu unterbinden. Die 1. Vorsitzende des Vereins, Silvia Dietrich, dankte an diesem besonderen Tag den Gründungsmitgliedern für ihren Mut, denn zu so einer Vereinsgründung und der damit verbunden Arbeit und Pflicht gehört schon einiges dazu. Als Motto haben sich die damaligen Gründer „ Hand in Hand mit Mensch, Tier und Natur“ ausgesucht. Ein gutes Motto, wie Silvia Dietrich fand, denn gerade im Tierschutz ist auch immer das Verständnis und das Miteinander der Menschen wichtig. Oft genug sehen sich die Tierschützer auch mit menschlichen Schicksalen konfrontiert. In den Anfängen konnten Fundtiere noch auf einzelnen Pflegestellen untergebracht werden, aber irgendwann war klar, dass der Verein einen Standort haben muss. Ein Tierheim zu bauen lag aber außerhalb jeglicher Möglichkeiten und so war es ein Glücksfall, dass die Gemeinde Au im August 2011 das ehemalige Gerätehaus in Seysdorf an den Verein übergab. Die Tierherberge wurde passenderweise nach dem Schutzpatron der Tiere und der Natur „Franz von Assis“ benannt. Seitdem können dort Tiere vorübergehend versorgt und ihnen ein guter Start ins neue Zuhause gegeben werden. Unter den vielen Tieren denen geholfen werden konnte waren bisher 490 Katzen, 157 Hunde, 130 Kleintiere und sogar 2 Pferde und 2 Ziegen. Leider kam aber auch für manche ausgesetzten, verunfallten oder schwerkranken Tiere jede Hilfe zu spät. Jährlich führt der Verein etwa 80 Kastrationen von Katzen durch und an verschiedenen Futterplätzen werden ca. 50 herrenlose, teils wilde Katzen versorgt.
Nach der Begrüßung der Vorsitzenden gab es von Bürgermeister und Schirmherr Karl Ecker ein Grußwort. Er dankte allen für ihr unermüdliches Engagement im Sinne des Tierwohls, für die Zeit, die Arbeitskraft, die vielen Spenden und Tierpatenschaften. „ Ich kann mich an die Gründung vor 10 Jahren noch gut erinnern“, so Ecker. In den vergangenen Jahren ist es gelungen, sehr vielen Tieren zu helfen und ihnen ein neues schönes Zuhause zu geben. Tierschutz sollte etwas selbstverständliches sein. Dass die Tierherberge den Namen „Franz von Assisi“ bekommen hat ist kein Zufall und freut den Bürgermeister ganz besonders. Der Schutzpatron sah auch den kleinsten Wurm als gottgewollt und daher als schützenswert an. Allen Lebewesen mit Respekt zu begegnen ist unser Forderung und dazu braucht es eine starke, engagierte und kontinuierliche Stimme.

 


Anna fühlt sich in ihrem neuen Zuhaus sichtlich wohl

Ein Katzenschicksal hat die Tierfreunde besonders berührt, erzählte die Leiterin der Pflegestellen Angelika Horner. Die Katze Anna wurde im Winter 2016 in einer Transportbox ausgesetzt. Sie war völlig unterernährt und hatte zudem eine Schilddrüsenüberfunktion. Mit den richtigen Medikamenten ging es Anna bald besser. Es war jedoch klar, dass sich kaum jemand für eine kranke, ältere Katze interessieren wird. Angelika Horner wollte aber unbedingt einen schönen Platz für das Sorgenkind und hat sie oft erfolglos angepriesen. Der Anruf einer Tierschutzkollegin aus Memmingen brachte dann das Happy End. Anna lebt jetzt als Einzelprinzessin bei einem netten älteren Ehepaar im Allgäu. Anna geht es nun prächtig und sie genießt ihr neues Leben nach den negativen Erfahrungen. Solche kleinen Wunder bauen die Tierfreunde immer wieder auf, wenn sie bei „hoffnungslosen Fällen“ gar nicht mehr weiter wissen. Das sind die schönsten Augenblicke der Tierschutzarbeit!

 

 

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