Nicht nur "stelleweis" ein grandioses Theater

Nicht nur "stelleweis" ein grandioses Theater

Oberhaindlfing/Gundelshausen

Oberhaindlfing/Gundelshausen, 14.03.2017 (sia/hal).

 

„Stelleweis“, dieser schwäbische Ausdruck für „stellenweise“ fällt des Öfteren im aktuellen Stücks der Theatergruppe des Volksvereins Edelweiß Oberhaindlfing, welches am vergangenen Samstag im Saal des Gasthauses Federl in Gundelshausen Premiere feierte.

 

Mit dem Schwank in drei Akten von Maximilian Vitus unter dem Titel „Die falsche Katz“ ist dem Ensemble dabei nicht nur ein wahrer Glücksgriff gelungen, denn gleichzeitig mit der Premierenvorstellung konnte Sieglinde Grabichler obendrein einen vollen Erfolg mit ihrem Regiedebüt feiern. Eingeleitet wurde das Stück dabei gleich vorab musikalisch von der Gundelshausener Theaterkombo unter der Leitung von Michael Fuchs und gesanglich durch Florian Schwaiger. Dabei zeigten die Spielerinnen und Spieler -um wieder zurück zum Stück zu kommen- nicht nur stellenweise, sondern durchwegs eine starke schauspielerische Leistung auf hohem Niveau an diesem Abend. Hier stimmten nicht nur Gestik und Mimik, sondern auch die optimale Besetzung der Charaktere. Allen voran der Wirt des Gasthauses „zur blauen Gans“ August Nothaft, dargestellt von Markus Fischaleck. Diesem steht in der aktuellen Inszenierung das Wasser schier bis zum Hals. Ist er doch finanziell nah am Ruin und sogar das Zuchthaus ruft. Die Lage scheint also im wahrsten Sinne mehr als ausweglos. Auch der Hausknecht Korbi (Korbinian Stampfl) und die Kellnerin Lisl (Katharina Kaindl) scheinen hier die Hoffnung schon längst aufgegeben zu haben. Zu allem Unglück lockt der Großhotelier Mathias Rammelmeyer (Kurt Riedl) mit seinem Hotel „zur schwarzen Katz“ alle Gäste in sein Haus und die „blaue Gans“ bleibt leer. Zu verdanken ist es in dieser prekären Lage der Arbeit des Malers Stefan (Stefan Sperrer), dass sich im Gasthaus „zur blauen Gans“ nach und nach doch noch Gäste einstellen. Langsam füllen sich die Zimmer im Haus und werden belegt von Alma Hamel (Veronika Heckmaier) und Julis Hamel (Lorenz Mühlthaler) aus München, Max Fink (Korbinian Lorenz), Frau Schädle (Tanja Ehrmaier), und ihrer Tochter Ria (Simone Heckmaier), zwei Feriengäste aus Schwaben.

Es fällt schwer aus einem so hervorragenden Ensemble einzelne Darsteller herauszugreifen, jedoch zeigten Tanja Ehrmaier und Simone Heckmaier mit ihrem schwäbischen Dialekt eine mehr als erwähnenswerte Leistung. Das Publikum amüsierte sich köstlich an diesem Premierenabend und spendete den Darstellern viel Szenen- und Schlussapplaus, sowie viele Lacher während der Aufführung. Unterstrichen werden die Personen im Stück von der professionellen Maske von Rosmarie Huber, Lena Franke und Jürgen Götz. Für ein perfektes Szenenbild sorgten die Bühnenbautruppe um Martin Riedl und die beiden Bühnenmaler Ludwig Deller und Bernhard Ziegltrum. „Stelleweis“ mehr als arbeitslos war an diesem Abend nur die Souffleuse Lena Kreitmayr.

Ob die plötzlich erscheinenden Gäste dem Gasthaus „zur blauen Gans“ und seinem Wirt schließlich aus der Patsche helfen können, warum eine Jugendsünde ihr Übriges zur Lösung der verfahrenen Situation beiträgt und weshalb akkurat eine falsche und noch dazu schwarze Katze das Blatt doch noch wenden könnte, das sei hier an dieser Stelle nicht verraten. Verraten sei jedoch, dass das Stück noch an weiteren fünf Terminen aufgeführt wird. Die nächsten Vorstellungen finden am Freitag, 17.03.; Samstag 18.03.; Freitag 24.03. und Samstag 25.03. jeweils um 20:00 Uhr, sowie am Sonntag 19.03. um 18:00 Uhr statt. Karten sind erhältlich bei der Gärtnerei Dorfladen Nißl in Oberhaindlfing (Tel: 08168 1364) und im Gasthaus Federl in Gundelshausen (Tel: 08444 7271).

 

 

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