In Zukunft gibt es Knöllchen

In Zukunft gibt es Knöllchen

Au/Hallertau

Au/Hallertau, 27.04.2017 (sia).

 

Die Verkehrsmoral wird nicht besser, sondern eher schlechter und die Polizei kommt halt nur, wenn man sie extra anruft. Frühestens im Herbst soll das aber geändert werden. Dann haben es Falschparker und Raser im Gemeindebereich schwer, denn dann werden konsequent Strafzettel verteilt. Der Markt Au schließt sich der Kommunalen Verkehrsüberwachung der Stadt Mainburg an.


Schon im letzten Jahr fanden im Auer Gemeinderat Vorberatungen statt, wie man die Probleme mit Falschparkern in den Griff bekommen könnte. Dazu wurde jetzt Raimund Steckermeier von der Wach- und Schließgesellschaft Nürnberg eingeladen, der den Gemeinderäten die genauen Einzelheiten zum Thema kommunaler Verkehrsüberwachung präsentierte. Au würde von der ganzen Erfahrung der Gesellschaft profitieren, versicherte Steckermeier. Das gilt für die Parkraumüberwachung, sowie den fließenden Verkehr. Das Konzept hat sich bereits vielfach bewährt. In Mainburg funktioniert die Verkehrsüberwachung schon seit über 10 Jahren und auch Vohburg, Geisenfeld, Gemeinde Ernsgaden, Hohenwart, um nur einige zu nennen, profitieren davon. Speziell in Au würde das nicht nur den Ort selbst betreffen, sondern den ganzen Gemeindebereich. In Ortteilen, in denen Beschränkungen bisher nicht gefruchtet haben, können nun Geschwindigkeitsmessgeräte aufgestellt werden, um die Raser auszubremsen. Ebenso können Brennpunkte mit Falschparkern, wie beispielsweise an der unteren Hauptstraße, an der ehemaligen Bäckerei entschärft werden. Die Zuständigkeit der Polizei bleibt dabei unberührt, sie kann trotzdem kontrollieren. Die Geschwindigkeitsmessung geht ausschließlich über digitale Messtechnik, die Parkraumüberwachung mit mobilen Datenerfassungsgeräten. Die Vertragsgestaltung ist unkompliziert, es kann jährlich gekündigt werden und es besteht keine Mitgliedschaft. Die Marktverwaltung hat mit entsprechenden Bußgeldbescheiden oder Mahnverfahren nichts zu tun, das übernimmt ausschließlich die Dienstleistungsgesellschaft. Die Bußgelder dagegen kommen auf ein Konto der Kommune.
Den Gemeinderäten war dabei wichtig, die Bürger auch über die Gründe zur Ergreifung solcher Maßnahmen und die daraus folgenden Konsequenzen zu informieren. Rathauschef Karl Ecker betonte, „Verkehrsüberwachung macht man nicht um Geld zu verdienen, sondern um die Sicherheit zu erhöhen“. So wird man in Zukunft wahrscheinlich öfter ein falsch parkendes Fahrzeug mit Strafzettel sehen, oder bei dem ein oder anderen ein Bußgeldbescheid wegen zu schnellen Fahrens im Briefkasten liegen. Der Beschluss ging mit einer Gegenstimme von Florian Schwaiger durch.
 

 

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