Mammuthaushalt 2017 verabschiedet

Mammuthaushalt 2017 verabschiedet

Au/Hallertau

Au/Hallertau, 11.05.2017 (sia).

 

So groß war er noch nie, jedenfalls nicht zu Bürgermeister Karl Eckers Zeiten. Der Haushaltsplan 2017 mit einem Gesamtvolumen von über 16 Millionen Euro konnte wieder so konzipiert werden, dass alle dringenden und notwendigen Maßnahmen im Marktbereich berücksichtigt wurden. Alle Fraktionen stimmten zu, nur die ewig gleiche Prozedere wurde von Barbara Prügl kritisiert.
Insgesamt kann 2017 durchaus von einem Mammuthaushalt gesprochen werden. Bürgermeister und Kämmerer Karl Ecker stellte auf der jüngsten Marktratssitzung die aktuellen Zahlen vor. Der Gesamthaushalt fällt in diesem Jahr um 25,5% höher aus als im vergangenen. In Zahlen bedeutet das 16.371.130 Millionen Euro. Davon entfallen auf den Verwaltungshaushalt 9.841.830 Millionen Euro, eine Steigerung von 8,67 %. Der Vermögenshaushalt wird mit 6.529.300 Millionen Euro beziffert, einer Steigerung von sage und schreibe 63,72% zu Vorjahr. Ecker zeigte sich äußerst zufrieden, „es ist kein Bereich dabei, der stiefmütterlich behandelt wurde“. Die Einnahmen steigen kontinuierlich. Zum ersten Mal kann sich heuer der Markt Au über eine sehr hohe Gewerbesteuer freuen. „Viele Firmen und fleißiges Gewerbe, ohne diese Gelder könnten wir uns vieles nicht leisten, wie beispielsweise die Schule“. Der Schuldenstand steht derzeit auf 699.608 Euro. Davon entfallen noch 340.608 Euro auf die Sanierung der Schulturnhalle, 49.000 Euro auf die neuen Tore am Feuerwehrhaus und 310.000 Euro auf den Bau der Kinderkrippe. Trotzdem ist im Haushaltsjahr 2017 eine Kreditaufnahme von 155.000 Euro vorgesehen. Für diesen Kredit wird sich die Gemeinde bei der Bayer. Landesbodenkreditanstalt am Programm „Energiekredit Kommunal Bayern“ beteiligen. Die Pro-Kopf-Verschuldung wird sich bis 1.1. 2018 auf voraussichtlich 132,22 Euro belaufen, das ist immer noch weit unter dem Landesdurchschnitt, betonte Ecker. Eine bitter Pille gibt es aber dennoch: die Negativzinsen. Für das was angespart wurde, müssen sogenannte Negativzinsen bezahlt werden. Die Gemeinde hat es da als erstes getroffen. Eine total verkehrte Welt, man soll nichts mehr ansparen, sondern Schulden machen. Die gemeindlichen Rücklagen belaufen sich derzeit auf 91.563 Euro.
Alles in Allem werden wir so wie es ausschaut wieder alle Aufgaben schultern können, versicherte der Rathauschef. Die Fraktionen zeigten sich ebenfalls zufrieden, wobei Barbara Prügl den seit zwei Jahren gleiche Ablauf kritisierte. „Die Art und Weise wie wir ihn in kurzen Vorbesprechungen vorgestellt bekommen, das hätten wir auch öffentlich besprechen können“. Inhaltlich konnte sie aber dennoch dem Haushalt zustimmen. Florian Schweiger sah den Haushalt als eine Weichenstellung für die nächsten Jahre und hatte keinerlei Problem mit der Prozedere. Ebenfalls zustimmen konnte dem Hans Sailer, auch er komme mit der Prozedere gut zurecht und warf noch einmal einen Blick auf die Einkommenssteuer, „Dank der Bürger können wir uns viel leisten“.
 

 

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