Soul of Mosaik und Kathy Kelly bescheren volles Gotteshaus

Soul of Mosaik und Kathy Kelly bescheren volles Gotteshaus

Nandlstadt

Nandlstadt, 30.10.2017 (rw).

- Nachtrag - das Video zum Konzert:
http://hallertau.info/index.php?StoryID=69&newsid=102006


A
uf Ihrer Deutschlandtour stattete am Sonntagabend Kathy Kelly – eines der Mitglieder der weltweit bekannten Kelly Family – einen Besuch zu einem Konzert in der Pfarrkirche Sankt Martin in Nandlstadt ab. Zusammen mit dem heimischen Chor „Soul of Mosaic“ wurde die Kirche zum großen, akustisch perfekten Konzertsaal.

Viele einzelne Steinchen, viele einzelne Stimmen so ergibt sich daraus ein Mosaik. In Nandlstadt wurde so aus einem Zusammenschluss von Müttern, die nicht mehr nur Kinderlieder singen wollten, der Gospelchor „Soul of Mosaic“ geboren. Am Sonntagabend nun war ein weiteres funkelndes Mosaiksteinchen dazu gekommen. Der Chor wurde von Kathy Kelly´s Management angefragt, ob sie ein Konzert mit Kathy gestalten möchten, selbstverständlich sagte die Truppe zu.
Auch, wenn es einige Hürden zu überwinden gab, fand schlussendlich das Konzert im vollen Gotteshaus mit über 400 begeisterten Besuchern statt. Zuerst musste vor ein paar Wochen das Konzert verschoben werden, weil Kathy sich eine massive Grippe eingefangen hatte und dann fiel am Sonntagnachmittag zur angesetzten Generalprobe noch eineinhalb Stunden der Strom in ganz Nandlstadt aus.

Bereits um 17.30 Uhr, eine Stunde vor offiziellem Einlass kamen die ersten Gäste und es bildete sich eine Schlange im vor dem Eingang aufgebauten Zelt, in dem die Ministranten passend zum kalten Wetter warme Getränke und kleine Snacks anboten.

Um Punkt 19 Uhr traten alle Mitglieder des Chores auf die Bühne. Wie üblich bei Gospelchören in einheitlichem Auftreten, hier schwarz mit einem türkisen Schal, wurden sie durch kräftiges Beifallsklatschen vom Publikum begrüßt und eröffneten mit „Rejoice forever“ stimmungsvoll das Konzert in der Kirche. Anschließend gab Pfarrer Stephan Rauscher auf bayerisch sein Grußwort mit Wortwitz:“Ihr dürft alles machen, klatschen, schreien, trampeln, aber arbeitet mir die Stühle nicht auf!“ an die Zuhörer ab. Eine kurze Ansprache die mit den Worten endet:“ Jetzt hoid i mei Mai und geb ab an Soul of Mosaic und Kathy Kelly, die auch ich aus meiner Jugendzeit mit der Musik der Gruppe Kelly Family noch gut im Gedächtnis hab“.

Die Chorleiterin Silke Meiler-Krebs richtete auch noch kurz ein paar kurze Einführungsworte an die Zuhörer und sodann begann der Chor über mehrere Lieder hinweg sein Bestes von sich zu geben. Über gefühlvolle langsamere Stücke bis hin zu flotten, rockigen Melodien wurde das Publikum so richtig in die Gospelwelt eingeführt. Mit Kombinationen von mehrstimmigen Choreinlagen, über Einzelpassagen von den noch wenigen Männern, die dem Chor angehören, im Wechsel mit den Fraueneinzelpassagen bis hin zum Damensolo zogen Soul of Mosaic das Publikum in ihren Bann.

Mit der Begrüßung „Hallo Bayern“ betrat dann die Grande Dame of Voice den Altarraum, beginnt mit schnippenden Fingern und fordert das Publikum auf beim Refrain mitzuklatschen. Es entstand eine Mitmachstimmung, das Publikum wurde mitgerissen, über zwei Lieder, die Kathy zusammen mit dem Chor sang. Eine grandiose Stimme, die sich sehr gut mit dem Chor zusammenfügte und dennoch etwas stimmgewaltiger aus diesem hervorhob.

Danach ein paar Worte von ihr an die Zuhörer:“Ich bin nicht so oft in Bayern und daher freue ich mich bei meiner Tour auch hier gastieren zu können. Hier gibt es noch sehr viel altes deutsches Kulturgut zu sehen.“ Sie erklärt, dass sie bereits mit ihrem Keyboarder, der seit 10 Jahren dabei ist, auch immer wieder gerne Kirchentourneen macht, weil diese im kleinen, ja fast familiären Rahmen etwas Besonderes darstellen.

Es folgten einige Lieder, die Kathy zum Teil selbst mit Gitarre, Akkordeon oder Geige begleitete, dazu sang und den Takt mit klatschte oder – schnippte und so das Publikum immer wieder mit Taktklatschen einsteigen ließ. Schon bei den ersten Tönen zu „Alien“ begannen die Konzertgäste mitzusummen um dann im weiteren Lied auch hier wieder den Refrain gemeinsam mit Kelly zu singen.

Highlight vor einer kurzen Pause aber war dann das Lied, mit dem die Kelly´s größte Erfolge erzielten. Drei Mitglieder des Chores, die Kinder Maximilian, Cecilie und Felicitas sangen mit Kathy zusammen den Welthit „An Angel“ und sie machten ihre Sache so hervorragend, dass es vom Publikum im Anschluss tosenden Applaus gab.

In der Pause hatten die Besucher, die noch froren, Gelegenheit sich mit Glühwein, Tee oder auch Waffeln und Butterbrezenstangen, von den Ministranten angeboten wurden, für den zweiten Teil des Konzerts zu stärken und zu erwärmen. Wobei – kalt dürfte zu diesem Zeitpunkt eigentlich keinem mehr gewesen sein.


Den zweiten Teil gestaltete wieder der Chor, mitunter mit dem aus Sister Act bekannten „I will follow him“. Es folgten weitere Lieder wie "Kumbaya my Lord“ und „Do Lord, remember me“, womit die Zuhörer verzaubert oder zum Mitmachen animiert wurden. Eine angenehme und „gmiatliche“ Atmosphäre wurde durch die verschiedenen Lichteffekte und nun aufsteigendem Nebel verstärkt und erzeugte ein wärmendes Flair.

Ebenfalls gesellte sich die Grande Dame of Voice sodann zum Chor und gemeinsam gaben sie stimmungsvoll „Battle of Jericho“ und „Irische Segenswünsche“ zum Besten.
Markus, der Keyboarder von Soul of Mosaic etwas seitlich versteckt, sang ein Solo „Favorite song of all“ mit Chor untermalt, was Kathy Kelly aus Begeisterung den Anlass gab, mit ihm das nächste Mal unbedingt ein Duett singen zu wollen. Ein tolles Lied!
Zum Höhepunkt gegen Ende führten wohl „You raise me up“ und der Song „Halleluja“, zu dem der Chor und auch das Publikum beim Refrain mit einstimmte, so dass ein besonderes Gefühl der Zusammengehörigkeit entstand. Eine Einheit im gesamten Kirchenraum, erzeugte beim einen oder anderen ganz sicher „Gänsehautfeeling“.

Konzertende – die Konzertbesucher waren begeistert und zeigten dies lautstark mit tosendem Applaus und sogar Getrampel und so war es zu erwarten, dass auch Zugabenrufe nicht ausblieben. Zum stimmungsvollen Endauftakt boten alle zusammen nun auch das aus Sister Act bekannte „Oh Happy Day“ und zur Überraschung wohl auch der Mitwirkenden – kam es uneingeübt und ungeplant nun doch sofort zu dem Duett mit Kathy und Markus. Alle waren mit Leib und Seele dabei, die Kinder, der Chor, Markus und auch Kathy Kelly konnte man ansehen, wie sie in dem Song aufgingen – ein wahrlicher „ Happy Day“ machte für viele das Konzert zu einem richtigen Highlight zum Schluss.

Ein ungewöhnlicher Konzertort, aber für die Kellys eine Veranstaltungsvariante, die sie schon etwas länger immer wieder einmal machen, wie Kathy auch sagte: „es hat etwas familiäres im kleineren Rahmen und hat eine besondere Atmosphäre“. Etwas, was auch die Zuschauer wohl mit auf den Heimweg nahmen und der eine oder andere wohl auch noch auf dem Nachhauseweg die klangvolle Musik im Ohr hatte.

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