Bürgerversammlung 2017: Der Markt entwickelt sich positiv und kommt Stück für Stück voran.

Bürgerversammlung 2017: Der Markt entwickelt sich positiv und kommt Stück für Stück voran.

Nandlstadt

Nandlstadt, 11.12.2017 (sia).

 

Nach einem eineinhalb stündigen Rechenschaftsbericht von Bürgermeister Jakob Hartl über die aktuellen Zahlen des Marktes hatten die Anwesenden Bürgerinnen und Bürger nur wenige Anliegen. Einzige Aufreger waren die mangelnde Aufklärung, als kürzlich das Trinkwasser mit Keimen belastet war und ein Verkehrsspiegel am Zeiler Berg.


Nach der Begrüßung der Zuhörer gab es von Bürgermeister Jakob Hartl erst einmal ein bisschen Statistik. Aktuell hat Nandlstadt 5.360 Einwohner, das sind 90 Personen mehr als im Vorjahr eine ganz schöne Zahl wie Hartl fand. 759 Einwohner davon sind Ausländer, dabei sind rumänische Staatsbürger mit 131 Personen an der Spitze, gefolgt von 101 Türken. 2016 waren 483 Zuzüge zu vermelden und in diesem Jahr 435.

 

Als nächstes sprach der Rathauschef die beiden Kindergärten an. Im Johannes-Kindergarten werden derzeit 105 Kinder in 6 Gruppen mit 21 Beschäftigten betreut. Im Korbinian- Kindergarten sind es 43 Kinder, zusammen mit 33 Kindern in der Krippe in 5 Gruppen und 25 Beschäftigten. „In den beiden Einrichtungen ist genügend Fachpersonal vorhanden und es ist eine optimale Betreuung gewährleistet“, versicherte Hartl, „aber wir mussten mittlerweile auch an die 32.000 Euro für Inserate ausgeben, das ist enorm.“ Es wird auch immer schwieriger, sehr gutes Personal zu finden. Desweiteren werden im Moment beide Einrichtungen erweitert, um genügend Raum zu schaffen.
Mit einer Summe von 13.753.270 Euro wurde der Haushaltsplan 2017 verabschiedet. Das teilt sich auf in Verwaltungshaushalt mit 7.905.765 Euro und Vermögenshaushalt mit 5.847.515 Euro. Die gemeindlichen Hebesätze sind unverändert geblieben. „Die Einkommensteuer hatte in diesem Jahr den höchsten Stand, den wir jemals hatten und Gewerbesteuer war auch noch nie so viel“, freute sich Hartl. „Toll, wenn man auch hier nicht mehr an letzter Stelle im Landkreis steht“. Die Schulden des Marktes belaufen sich derzeit auf 1.468.000 Euro, das bedeutet eine Pro-Kopf-Verschuldung von 288 Euro. Auch hier konnten 2017 wieder insgesamt 243.000 Euro Schulden getilgt werden. 3.400.000 Euro hat der Markt Nandlstadt laut Kämmerer auf der hohen Kante. Der Rathauschef sparte nicht mit Lob für Kämmerer Michael Reithmeier: „Wir bringen alle Leistungen, die in einem bayrischen Rathaus erbracht werden sollen“.


Hartl sprach auch die vielen Feste im Markt an. Die Jahrmärkte, die trotz schlechtem Wetter die Leute anziehen, das Fest der Sinne, das Hopfenfest und den neu gestalteten Christkindlmarkt. Sein Dank ging dabei an Kulturreferent Rainer Klier und dem Kultur- und Festausschuss. Die Hopfenhalle ist bei vielen Festen zum Aushängeschild geworden, eine tolle Sache. Toll fand Hartl auch, dass die Narrhalla die Hopfenhalle nutzt, um dort ihre Faschingsbälle zu feiern. Die Hopfenhalle hat eine lange Tradition, wird auch viel von auswärtigen Besuchern gelobt und gehört auf alle Fälle erhalten, so das Fazit des Bürgermeisters.


Nach einer kurzen Pause konnten die anwesenden Bürgerinnen und Bürger ihre Fragen und Anliegen vorbringen. Die ehemalige Gemeinderätin Gisela Kurkowiak meldete sich als Erstes zu Wort. Sie hatte positives und negatives vorzubringen. Sie lobte die völlig neu ausgestattete VHS in Zusammenarbeit mit dem Markt und stellte die neu eingerichtete Online-Seite „Findus“ der Bücherei vor. Zu bemängeln hatte sie, dass der Termin für die Bürgerversammlung zu kurzfristig anberaumt worden sei. „Das sollte man vielleicht längerfristiger planen und nicht gerade in die Vorweihnachtszeit legen“, so Kurkowiak. Desweiteren beschwerte sie sich über die mangelnde Information, als kürzlich das Trinkwasser mit Keimen verunreinigt war und deshalb abgekocht werden musste. Die Informationen kamen sehr spät und es hat halt nicht jeder eine Zeitung, Internet, oder freundliche Nachbarn, die einem Bescheid geben. Früher sei bei so was doch auch die Feuerwehr durch den Ort gefahren und hat mit Lautsprecherdurchsagen die Leute informiert. Als drittes Anliegen brachte sie das Verkehrsproblem am Zeiler Berg zur Sprache. Man habe dort keinen Einblick in die Straße, weil dort ein Stellplatz für ein Auto genehmigt worden sei. Eine weitere Bürgerin meldete sich zum Thema Keimbelastung des Trinkwassers, sie habe erst ein paar Tage später in der Arbeit davon erfahren und sogar Probleme mit dem Darm gehabt.
Aufgabe einer umfangreichen Aufklärung sei in diesem Fall einzig und allein der Wasserzweckverband gewesen, so der Bürgermeister. Er selbst habe auch erst davon erfahren, als beim Rewe keine Wasserflaschen mehr zu kaufen waren. Erschwerend kam noch hinzu, dass gerade Wochenende war. Im Nachhinein habe sich auch herausgestellt, dass das Ganze gar nicht gesundheitsgefährdend war, wie zuerst angenommen. Zum Thema Verkehrsspiegel am Zeiler Berg erklärte Hartl, dass alles von der Polizei geprüft worden sei und man sich laut deren Aussage in die Kreuzung „reintasten“ könne.

 

 

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