Bluegrass forever

Bluegrass forever

Rohrbach

Rohrbach, 14.04.2018 (wk).

Für die Freunde des Rohrbacher Kulturclubs „incontri“ war der Musiker Rüdiger Helbig kein Unbekannter, denn der Münchener „Godfather of Bluegrass“ war schon häufiger in Rohrbach zu Gast. An diesem Abend stellte er seine neue Formation vor, die erst vor wenigen Tagen ihren ersten Auftritt hatte – insoweit war es schon eine Ehre, dass ihn der 2. Auftritt nach Rohrbach führte.


Rüdiger Helbig gilt als der renommierteste 5-String-Banjo-Spieler, der das fünfsaitige Instrument in Deutschland populär gemacht hat. Er ist nicht nur Profimusiker, er schreibt auch Lehrbücher für perfektes Banjo-Spiel. Auch in der amerikanischen Bluegrass-Szene ist Rüdiger Helbig eine bekannte Größe. Helbig wurde von der Banjo-Legende Bill Monroe und Earl Scruggs inspiriert und spielt neben eigenen Kompositionen auch immer wieder Stücke von den beiden, so wie auch an diesem Abend im „incontri“. Bluegrass aus den amerikanischen Appalachen, dort auch „Mountain-Music“ genannt, ist Teil der amerikanischen Volksmusik und gehört weitläufig zur Countrymusik. Aufgrund der meist schnell gespielten Banjoklänge ist es eher eine fröhliche Musik, die eine gewisse Lebensfreude ausstrahlt. Und Rüdiger Helbig spielt in der klassischen Bandformation, wie auch sein großes Vorbild, nämlich Banjo, Geige, Gitarre, Mandoline und auch Bass. Doch es gab nicht nur reinrassige Bluegrass-Musik zu hören, auch aus dem Blues- und Pop-Bereich wurde Musik präsentiert, abgewandelt auf die Instrumentierung der Band. Sie präsentierten Stücke, instrumental oder gesungen, wie „Hobo“, „Sunny Side oft he Mountain“, „Chucking the Blues“, „Julianne“ oder den „Lonesome Fiddler Blues“, wobei bei letzterem leicht irische Musiktöne zu erkennen waren. Und bei „Drink a Dag Wiskey“ monierte Florian Groll scherzhaft von der Bühne, dass es im „incontri“ ja doch keinen Wiskey gebe – da kannte er den incontr-Voristzenden Herbert Folger nicht! Flugs stand eine volle Wiskeyflasche mit Gläsern auf dem Tresen.

 

An diesen Abend, dem Tag als Amerikas Präsident Trump Raketen auf Syrien schießen ließ, standen in der Band Huckleberry Five neben Rüdiger Helbig ein Amerikaner und ein Russe friedlich beieinander auf der Bühne, der Bassist Jim Klopfenstein und der Mandolinenspieler Kirill Gorodnitzky; außerdem dabei Florian Groll (Gitarre) und Klaus Lamacz (Violine).

 


 

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