Incontri: handinhand-Konzert

Incontri: handinhand-Konzert

Rohrbach

Rohrbach, 13.05.2018 (wk).

Christian Willisohn ist bei seinen Auftritten national und international viel unterwegs, lernt Bands, Musiker und Musikerinnen kennen und wenn er von jemandem überzeugt ist, lädt er diese nach Rohrbach ins „incontri“ ein, so auch beim Damen-Duo „handinhand“ aus Dresden.

 
Handinhand, das sind Beate Wein und Annett Lipske: Beide kennen sich schon seit Kindertagen, ihre Eltern waren zu DDR-Zeiten Musikerkollegen und auch die Töchter stiegen schon mit 17 Jahren in eine Rock-Band ein, und damit begann ihre musikalische Reise. Musikalisch wurde ihnen ihre Seelenverwandtschaft schnell klar. Jede machte musikalische Erfahrungen und absolvierte ein Studium, sie zogen als Duo durch Straßen und Cafés, Theater und Kleinkunstbühnen, kamen dabei auch weit in der Welt herum, so dass ihre Musik, von beiden auf Deutsch getextet und komponiert, Elemente aus vielen Ländern aufnahm. Beide sind musikalische Multitalente, obwohl Beate Wein eine Klavierausbildung hat, setzt sich auch Annett ans Klavier, spielt aber vorwiegend Schlaginstrumente, aber auch da ist Beate Wein zu finden; außerdem haben sie „Hugo“ dabei, ein altes Kindertasten-Xylophon, das sie beim Sperrmüll in Potsdam fanden und liebevoll restauriert hatten – Hugo ist sozusagen ihr „dritter Mann“ auf der Bühne, obwohl beide mit ihren Kinder auch bald ein Quartett bilden können. Sie nennen ihre Liedrichtung Straßenswing, Barfußbossa und Firlefunk. Ihre Texte sind leicht und locker, erzählen Geschichten über Gefühle und Gegenstände, regen aber auch immer wieder zum Nachdenken an. Und sie machen nicht nur ruhige Lieder, sondern oft geht bei ihnen „die Post ab“, da fliegen die Haare beim Headbanging und der Rhythmus reißt alle mit. Neben eine EP mit vier Liedern haben sie inzwischen vier CD produziert, „Dubidub Dabedefa“, „Kuscheln mit den Riesen“, „Back to Dreck“ und zuletzt „Lust auf Genuss“.

 
Aus allen CD´s präsentierten sie verschiedene Lieder, wie „Ich reise an“, „Aufräumen“ (im Zimmer und im Kopf), „Reise nach Nepal“, das fetzige Lied „Back to Dreck (Back to Rock´nRoll)“, „Küssen tut gut“ wobei sie dem Publikum die Worte „Küssen“ oder „Ich liebe Dich“ in verschiedenen Sprachen beibrachten, denn wer kennt sich schon in allen Sprachen aus. Das Publikum war begeistert, obwohl im Vergleich zu sonst wegen des langen Wochenendes wenig Publikum in die Kulturwerkhalle kam. Das hinderte beide Musikerinnen nicht, ihre volle Power zu zeigen, zart bis hart. Da es ihnen im „incontri“ gefallen hatte, versprachen sie ein Wiedersehen und baten zum Schluss, nach Forderung einer Zugabe, Christian Willisohn auf die Bühne, so dass alle Drei die Bühne rockten und die Gäste zu einem wahren Beifallssturm brachten.

eine nette Geste: es gibt neben der Gage auch Blumen und immer ein Glas Gelee

 

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