Leichenhaus wird saniert

Leichenhaus wird saniert

Rohrbach

Rohrbach, 27.06.2018 (wk).

Die Sanierung des Leichenhauses auf dem Rohrbacher Friedhof war ein wichtiger Punkt auf der Tagesordnung der gestrigen Sitzung des Gemeinderates, außerdem die Erhöhung der Kindergarten und –krippengebühren, die Nutzungssatzung für die Kindereinrichtungen, eine Satzung über Ehrungen und Auszeichnungen, die Jugend- und Sportförderrichtlinien und die Erhöhung der kommunalen Verwaltungsgebühren.

Rita Obereisenbuchner (2.v.rechts)


Eine umfangreiche Vorstellung der Pläne für die Sanierung und die Erweiterung der Leichenhalle lieferte Architektin Rita Obereisenbuchner aus Pfaffenhofen. Dem Gemeinderat war klar, dass die Leichenhalle saniert werden muss und dass sie inzwischen den Anforderungen der heutigen Zeit nicht mehr gerecht wird und er beauftragte im Mai letzten Jahres die Planung für diese Maßnahme. Die Architektin plant eine Verlängerung des Gebäudes nach hinten, ohne das bestehende Gebäude zu verändern, da es dem Denkmalschutz unterliegt. Der eingeschossige Flachdach-Anbau soll Sitzbänke für ca. 40 Personen erhalten und im Altbau für 24 Personen für Trauerfeiern jeder Religion. Die Kühlräume werden erneuert sowie ein behindertengerechtes WC eingebaut, und von der äußeren Gestaltung stellt sich die Planerin zusätzliche Wände für Gedenktafeln vor, die mit Metallschildern an bekannte Persönlichkeiten erinnern sollen, deren Gräber im Laufe der Jahre aufgelassen wurden. Außerdem gibt das Grundstück Platz her für Ruhebänke, Urnen- und Baumgräber sowie anonyme Bestattungen. Diskutiert wurde, ob der Anbau aus Beton oder Mauerwerk, ob er wirklich mit Flachbach gebaut werden soll und ob die Gedenkwände notwendig sind. Die geschätzten Kosten werden bei ca. 540.000 Euro liegen, was vielen der Gemeinderäte schon recht hoch erschien; zusätzlich die Gedenktafel-Wände mit 10.000 Euro und die Herrichtung des Geländes und der Wege wird auch noch einiges kosten. Rita Obereisenbuchner betonte, dass die Planung weiter vorangetrieben werden müsse, da bis zur Genehmigung über Denkmalbehörde und Landratsamt mindestens 1 Jahr Zeit verstreiche. Eigentlich waren die Gemeinderäte überzeugt, dass die Leichenhalle nicht unter Denkmalschutz steht, da im EDV-Bestand des Denkmalamtes nichts verzeichnet war – leider wurde beim Übertrag der Denkmallisten in die Datenverarbeitung das Objekt vergessen und jetzt nachgetragen. Mit 1 Gegenstimme wurde die Planung angenommen, ebenso die Gestaltung der Außenflächen und die Sanierung des Hauptweges. Nicht endgültig beschlossen wurden die Wände für Gedenktafeln. Einstimmig wurde der Architektin die weitere Planung übertragen.


Bei der Satzung über die Benutzung der Kindertageseinrichtungen flammte wieder eine Diskussion über die Aufnahme von „Herbstkindern“ auf, falls es freie Plätze geben sollte. Denn bisher gilt, dass nur Kinder aufgenommen werden die im September bereits 3 Jahre alt sind – sollte ein freier Platz bestehen, haben auch auswärtige Kinder eine Chance, nicht dagegen Kinder, die erst nach September 3 Jahre alt werden. Dies wurde damals schon heftig diskutiert, weil es aus pädagogischer Sicht schwierig sei, jüngere Kinder in Gruppen mit 25 Kindern zu integrieren. Dagegen wandten sich u.a. Hans Vachal (BGR) ebenso Beate Kempf (CSU), Hans Großhauser, Helmut Weich (SPD) und Michael Schweiger (FDP). Bürgermeister Peter Keck (SPD) erinnerte an den im letzten Jahr gefassten Beschluss, sagte aber, dass er kein Problem hätte, das ganze Thema neu zu diskutieren, dann aber mit den Vertreterinnen der Kindereinrichtungen, Elternbeiräten und der Projektgruppe Jugend und Familie, um zu einem einheitlichen Bild zu kommen. Mit 9-Jastimmen und 8 Neinstimmen wurde die Satzung dann angenommen. Auch mit Gegenstimmen (3) wurde die Gebührensatzung angenommen mit einer Erhöhung um 5,7 Prozent ab September 2018. Einstimmig angenommen wurde die von einer Arbeitsgruppe erarbeitete Satzung für Ehrungen und Auszeichnungen, die erstmals im Februar 2019 im Zusammenhang mit der 1150-Jahrfeier angewendet werden soll; ebenfalls einstimmig beschlossen wurden die neuen Jugendförderrichtlinien, die insgesamt für die Jugendarbeit der Vereine eine Erhöhung vorsehen, auch die Sportförderrichtlinien, die den Vereinen mehr Geld und höhere Zuschüsse gewähren, dabei gab es seit langer Zeit wieder einmal Beifall von anwesenden Gästen/Vertretern der Sportvereine, denn statt 15 gibt es zukünftig 30 Prozent Zuschuss für Baumaßnahmen bei Sporträumen etc., nicht dagegen für Küchen, Gasträume etc. – hier liegt die Förderung bei 10 Prozent, sofern die Maßnahme 5.000 Euro übersteigt. Auch für Sportgroßgeräte gibt es 30 Prozent, wenn der Einzelwert über 500 Euro liegt. Ebenfalls einstimmig wurden die Kostenänderungen bei Gebühren für kommunale Amtshandlungen verabschiedet, außerdem die Möbelanschaffung für die Rathausbüros im Erdgeschoss und die Erhöhung der Tagespauschalen für die Schülerbeförderung um 5,31 Prozent zugunsten der Firma Stanglmeier.
 

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