Theater Rohrbach - Da Zeitbescheisser

Theater Rohrbach - Da Zeitbescheisser

Rohrbach

Rohrbach, 18.03.2017 (wk).

Im ganzen Dorf herrscht Hektik – keiner hat mehr Zeit für die anderen und man hört immer wieder „i hob kei Zeit“ wenn jemand etwas vom anderen will. Das Leben auf dem Dorfplatz wurde auf die Bühne des Gasthauses „Alter Wirt“ verlegt und die Rohrbacher Schauspieler agierten hervorragend als unter Stress stehende Dorfbewohner, obwohl die Einführungsmusik beruhigend wirkte.


Immer wieder fallen die Sätze „Schickt´s eich“ oder „Wer hod den heid no Zeit“ –und das, obwohl die Kirchenuhr kaputt ist und gerichtet gehört. Der Pfarrer des Ortes (Thomas Tyroller) braucht deshalb dringend Geld für die Reparatur der Kirchturmuhr, doch Wirt und Metzgermeister Poschenrieder (Georg Schultz) mauert und am Sonntag sorgt er dafür, dass die Kirchgänger lieber Freibier genießen als in der Kirche zu sitzen und für die Uhr zu spenden. Doch auch der Pfarrer kann auf solche Tricks mit eigenen kleinen Hinterhältigkeiten reagieren.

 

Dazu gibt es noch die resolute Wirtin (Elisabeth Pfab), die schwatzhafte Kramerin (Rosemarie Graßl), die junge Blumenliesl (Nachwuchstalent Nina Kamolz), den schwulen Friseur (Josef Keßler) und den in sich ruhenden Postbeamten (Hubert Piechullek), der aber auch nie Zeit hat, wenn die anderen mal Zeit hätten um etwas bei der Post aufzugeben.

sie haben sich Zeit gekauft


Alle sind plötzlich ganz interessiert, als ein Handelsreisender (Philipp Stadler) auftaucht, der gaaaanz viel Zeit hat und er kann sogar Zeit verkaufen wie Freizeit, Urlaubszeit, Jugendzeit, Teilzeit, Arbeitszeit etc.- nur Steinzeit und Eiszeit sind bei ihm leider schon aus. Und dann wird es interessant, welche Menschen welche Zeit erwerben und was sie damit anfangen wollen. Wer dann aber der wirkliche „Zeitbscheisser“ ist, das stellt sich erst ganz zum Schluss des Stückes heraus und soll nicht verraten werden.


Auf jeden Fall war es ein Stück, das neben den lustigen Aspekten auch nachträglich zum Denken anregt, wer was mit seiner Zeit machen sollte. Die Akteure auf der Bühne genossen zum Ende des Stückes auf jeden Fall ihre gekaufte Zeit und die Zuschauer im vollbesetzten Wirtshaussaal waren von der tollen schauspielerischen Leistung ihrer Rohrbacher Theaterleute begeistert und spendeten Szenenapplaus und donnernden Schlussapplaus.
Leitung und Regie führte wie immer Willi Ruhfaß, für Bühne und Technik sorgten Peter Mayer und Peter Singkofer, Bärbel Spitzweg über nahm das Schminken und Katja Ertlmeier sowie Claudia Schmidbauer teilen sich den Job als Souffleuse.


 

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