Feuerwehr-Großeinsatz wegen Giftstoffunfall

Feuerwehr-Großeinsatz wegen Giftstoffunfall

Vohburg

Vohburg, 04.12.2017 (hal/rt).

 

Am gestrigen Sonntagabend kam es zu einem Großeinsatz mehrerer Feuerwehren, weil ein Tanklastfahrer in einen Graben rutschte und es dabei zur Beschädigung seines Aufliegers kam. Geladen hatte er nämlich eine giftige Flüssigkeit. Bei der Unfallaufnahme stellten Polizeibeamte fest, dass der Fahrer unter Alkoholeinfluss losgefahren ist.

Nachdem der Sattelzug seiner Firma aus Nordfrankreich mit Tankauflieger in der Raffinerie teilentladen wurde, fuhr ein 43-jähriger französischer Kraftfahrer kurz vor 18.45 Uhr dort weg und von der Vohburger Kreissstraße 17 (Südumgehung) zur Einmündung der Kreisstraße 14. Auf der schneeglatten Fahrbahn wollte er nach rechts in Richtung Großmehring abbiegen. Dabei kam der Sattelzug ins Rutschen rutschten und knickte ein. Die Zugmaschine landete im Graben und der Tankauflieger kam auf der Fahrbahn zum Stehen. Durch das Einknicken des Sattelzuges wurde auf der rechten Seite die Außenhülle des Tanks aufgerissen, die Innenhülle des doppelwandigen Tanks blieb unbeschädigt. Bei der Unfallaufnahme stellten die Beamten beim Lkw-Fahrer deutlichen Alkoholgeruch fest. Ein Atemalkoholtest ergab dann 1,1 Promille woraufhin der Führerschein des 43-Jährigen sichergestellt wurde.

„Bis zur Feststellung, dass nur die äußere Hülle beschädigt wurde, waren die Feuerwehren aus Ingolstadt, Vohburg, Irsching, Reichertshofen, Ernsgaden, Geisenfeld, Manching und Großmehring vor Ort, da es sich bei dem noch geladenen circa 5000 Liter Dimethyldisulfid um eine giftige, leicht entzündliche Flüssigkeit, welche bei Dampfbildung mit Luft ein explosionsfähiges Gemisch bilden kann, handelte“, so ein Polizeisprecher. Deshalb wurde zunächst das Gebiet großräumig abgesperrt. Nachdem der Sattelzug geborgen wurde, konnte die Fahrbahn gegen 22.30 Uhr wieder freigegeben werden.

Der entstandene Schaden am Sattelzug beträgt etwa 15.000 Euro, der Fremdschaden, der Sattelzug überfuhr eine Warnbake, wird dagegen auf 150 Euro geschätzt. Der Sattelzugfahrer gab an, er habe das Raffineriegelände verlassen wollen, obwohl ihm bewusst gewesen sei, dass er Bier konsumiert hatte und somit betrunken war. Zudem habe er gewusst, dass es verboten war mit dem Gefahrgutzug bei schneebedeckter Fahrbahn loszufahren und er auch gegen das Sonntagsfahrverbot verstieß. Obendrauf stellten die Polizisten fest, dass er keine Fahrerkarte in den digitalen Fahrtenschreiber eingelegt hatte.
 

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