„Ich bin halt ein Herzblutpolitiker“

Ich bin halt ein Herzblutpolitiker

Wolnzach

Wolnzach, 13.08.2012 (hr/js).

Ehemaliger Kreisvorsitzender der CSU wird Direktkandidat für die Landtagswahl. Karl Straub, Unternehmer und Besitzer des Autohauses Straub in Wolnzach, gewann dieses Jahr die interne Abstimmung über die Kandidatur für den Stimmkreis Pfaffenhofen. Im Gespräch mit Hallertau.Info sprach er über sein politisches Engagement, die zukünftigen Herausforderungen und seine Ziele als Vertreter des Landkreises Pfaffenhofen.

 

Hallertau.info: „Herr Straub, Sie sind bereits als Kreisvorsitzender bei der CSU tätig gewesen. Welche Beweggründe führten zu Ihrem politischen Engagement für die CSU?“

Karl Straub: „Das ist ganz klar meine politische Leidenschaft. Mein Herz hängt am Landkreis. Als von Parteimitgliedern die Anfrage kam, ob ich denn kandidieren wolle, habe ich zugestimmt - und wurde schließlich nominiert. Für die CSU habe ich mich entschieden, weil sie aus meiner Sicht die beste Lösung ist. Als 2004 der Beschluss gefallen war, mich für die CSU zu engagieren, habe ich mir das sehr gut überlegt. Für mich gibt es nämlich keine andere Partei mit einer derartigen Bandbreite und durch ihre große Mitgliederzahl werden viele Meinungen vertreten. Meine Mission ist es nicht nur die Wahl zu gewinnen, sondern auch die Inhalte umzusetzen - und da sind wir noch lange nicht am Ziel.“

 

Hallertau.info: Was waren denn Ihre persönlichen Motive für die Landtagswahl zu kandidieren?“

Karl Straub: „Ich bin halt ein Herzblutpolitiker. Es geht mir hauptsächlich um den Einsatz für die Region und die Menschen hier im Landkreis. Da gibt es viele Probleme für die Lösungen gefunden werden müssen. Es geht hier um die Kinderklinik in Pfaffenhofen, Umgehungsstraßen, den Fachkräftemangel und die Weiterentwicklung des Gewerbes. Das sind die Themen. Da könnte ich zuschauen, will ich aber nicht!“

 

Hallertau.info: „Wenn denn nächstes Jahr der Einzug in den Landtag gelingen sollte, was würde sich in der Landtagsarbeit verändern?“

Karl Straub: „Jeder hat da seinen eigenen Stil. Ich werde versuchen die unternehmerische Komponente ins Maximilianeum mit einzubringen. Was aber nicht bedeutet, dass ich nur für die Unternehmerseite spreche, sondern mich um alle Belange der Bürger kümmern möchte. Nachhaltigkeit im Sinne von vernünftigem wirtschaftlichem Wachstum spielt hier eine entscheidende Rolle. Dabei geht es darum, Raum für die Region zu schaffen und das Wachstum gleichmäßig zu verteilen. Die Nachfolgeffekte auf die Umwelt sollten da schon genau betrachtet werden.“

 

Hallertau.info: „Welche Veränderungen würden sich aus einem Landtagsmandat für Ihr Unternehmen und das private Umfeld ergeben?“

Karl Straub: „Ich war bereits als Kreisvorsitzender sehr aktiv und gleichzeitig immer im Unternehmen präsent. Das ist auch seitens der Partei gewollt, dass ich meine unternehmerische Erfahrung aus der Praxis dort hineintrage und so eine andere Perspektive auf die Probleme aufzeigen kann. Ich bin mir meiner Herausforderung bewusst und habe dafür die notwendigen Vorkehrungen getroffen, auch was meine Familie und das private Umfeld betrifft. Was zählt ist ein funktionierendes Zeitmanagement, Arbeit habe ich noch nie gescheut.“

 

Hallertau.info: „Der Wahlkampf hat mit Ihrer Nominierung im Grunde schon begonnen. Mit welchen Themen werden Sie in den Wahlkampf ziehen?“

Karl Straub: „Die exakten Themen sind noch nicht ausgearbeitet. Definitiv werden meine Themen aber keine großpolitischen Inhalte sein, sondern der Landkreis Pfaffenhofen. Ich werde mich demnächst mit der aktuellen Landtagsabgeordneten Erika Görlitz, dem Landrat Martin Wolf,  dem Kreisvorsitzenden der CSU Ludwig Wayand sowie Reinhard Heinrich unserem Fraktionsführer im Kreistag zusammensetzen und die Themen besprechen.“

 

Hallertau.info: „Das bedeutet die Planungen sind bereits angelaufen. Wann geht es definitiv in die heiße Phase?“

Karl Straub: „Der offizielle Wahlkampfstart ist im Juli 2013. Das bedeutet für mich aber nicht, dass ich erst zu diesem Zeitpunkt tätig werde. Mein Ziel ist es nicht, erst nach der Wahl meine Versprechen zu realisieren. Ich möchte keinen „Sunshine- Wahlkampf“. Es gilt die Probleme direkt anzusprechen und wenn möglich schon im Vorfeld zu beheben. Integration, Kinder - und Seniorenbetreuung sowie der Energiewandel sind weitere dauerhafte Brennpunkte. In den Wahlkampf selbst gehe ich mit Bescheidenheit und Demut hinein. Persönlich werde ich versuchen jeden Einzelnen zu überzeugen. “

 

Das Gespräch führte Harald Regler von Hallertau.info. Wir bedanken uns recht herzlich für Ihre Bereitschaft zu diesem Interview und wünschen Ihnen viel Erfolg im kommenden Wahlkampf.

 

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