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Wolnzach im Zeichen der Oldtimer

(Wolnzach, hr)

Benzin lag in der Luft. Wieder einmal machte das größte bayerische rollende Automobilmuseum Station in Wolnzach. Rund 240 Klassiker gab es in Wolnzach zu bewundern, darunter so schöne Exoten wie ein Riley aus dem Baujahr 1935 oder ein Ford Mustang aus dem Jahr 1967.

„Es ist schon gigantisch“, so Oldtimer-Fan Roman Neuber. Trotz eher kalter Temperaturen und vorhergesagter Regenschauer waren wieder unzählige Wolnzacher ins Gewerbegebiet an der Stangelmühle gekommen, um die Old- und Youngtimer zu bestaunen. „Es ist einfach schön anzuschauen“, so Wolnzachs zweiter Bürgermeister Georg Guld, der selbst ein paar Oldtimer in seiner Garage hat.

„Es ist die größte, vielleicht auch die beste, auf jeden Fall aber die führende Oldtimerrallye in Bayern“, so begrüßte Moderator Michael Hagemann nicht nur die zahlreichen Zuschauer, sondern auch die Fahrer, die in Wolnzach zur Wertungsprüfung eintrafen. Es war eine Gleichmäßigkeitsprüfung. In einer ganz bestimmten Zeit mussten die Fahrer die zwei Runden durch das Gewerbegebiet in einer festgelegten Zeit zurückzulegen. Ein sensibles Zusammenspiel zwischen der Stoppuhr und den Ansagen des Navigators auf der einen und dem Gasfuß des Fahrers auf der anderen Seite.

Kein leichtes Unterfangen, wie auch die Zuschauer erleben konnten. Doch für die Wolnzacher standen nicht die Leistungen bei der Prüfung selbst, sondern die Autos im Vordergrund. Dabei gab es natürlich besonders für die Startnummern 119 und 120 einen gewaltigen Sonderapplaus. Anita Oswald und Sonja Neuber in einem Karmann Ghia Cabrio aus dem Jahre 1971 konnten es gar nicht erwarten, in Wolnzach die Wertungsprüfung zu absolvieren. „Es ist natürlich ein ganz besonderes Gefühl, durch ein Spalier jubelnder Menschen zu fahren“, erklärten sie, als die beiden in Wolnzach einen kurzen Boxenstopp einlegten, bevor sie dann die letzten Kilometer nach Ingolstadt fuhren.

Auch Roman Neuber selbst saß einen Tag als Navigator neben Ralf Oswald, der mit einem Mercedes-Benz 250 C an den Start ging. "Natürlich ist es ein tolles Gefühl, mitzufahren!“ Doch die Aufgabe, dem Fahrer den richtigen Weg zu weisen, war für den Bezirkselektromeister keine einfache. „Ich hatte zum ersten Mal am Donnerstag ein Roadbook in der Hand." Dennoch schlugen er und Fahrer Ralf Oswald sich auf der Urdonautaltour hervorragend und lagen nach dem ersten Tag auf dem 66. Platz. Am Ende belegten sie in der Gesamtwertung den 36. Platz. Ein Ergebnis, auf das man stolz sein kann.

Bleibt am Ende nur eine Frage offen: Gibt es im kommenden Jahr ein Team aus dem Wolnzacher Gemeinderat, denn sowohl Georg Guld wie auch Roman Neuber sind leidenschaftliche Oldtimer-Fans. Vielleicht gehen sie im kommenden Jahr bei der 11. Rallye gemeinsam an den Start.

Urban Priol in Wolnzach: Angespannt heizt der Kabarettist mit einem Opel Kadett GT/E aus dem Jahre 1977 um die Kurve.

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