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Das Volksfest kann kommen

(Wolnzach, hr)

Foto: Archiv/Regler

Ganz traditionell tagt im Februar der Volksfest- und Kulturausschuss, um die Weichen für die kommende Wolnzacher Wies’n zu stellen. Doch wenn man in Wolnzach über das Volksfest spricht, dann kommt man seit einigen Jahren zu allererst immer auf die Petition zu sprechen.

Noch immer hängt sie wie ein Damoklesschwert über dem Hallertauer Volksfest und man hatte in der Hopfenmetropole schon die Sorge, dass dieses Fest womöglich nicht mehr im Zentrum stattfinden können wird. Zwar hat der Bayerische Landtag einen Grundsatzbeschluss zum Erhalt der bayerischen Volksfestkultur gefasst, dennoch mit diesem einfachen Ja konnte auch die Petition nicht vom Tisch gefegt werden. So kam von München der Vorschlag eines runden Tisches. „Wir wollen diese Empfehlung umsetzen und uns im Landratsamt Pfaffenhofen mit allen Beteiligten zusammensetzen“, so Wolnzachs Bürgermeister Jens Machold, der damit nicht nur hofft dass dieses Thema damit beendet werden kann, sondern dass es zwischen allen Beteiligten zu einem guten Interessensausgleich kommt.

Man darf sich also auch in diesem Jahr wieder auf das 68. Hallertauer Volksfest freuen. Die Planungen diesbezüglich laufen bereits. Dennoch gab es im Vergleich zum vergangenen Jahr einige Änderungen. Die wohl größte betraf nicht das Fest selbst sondern das Plakat hierfür. In den vergangen Jahren gab es hier immer wieder größeren Diskussionsbedarf. Dieses Mal fiel die Entscheidung einstimmig, getroffen nicht von den Ausschussmitgliedern, sondern von einer Jury.

Platz eins: Paul Kaindl, Platz zwei: Fiona Schmelzer, Platz drei:Leni Erdmann

Vorangegangen war ein Wettbewerb, in dem der Markt Wolnzach alle Kinder und Jugendlichen aufgerufen hatte für ihr Volksfest 2016 ein Plakat zu malen. Insgesamt wurden 21 Vorschläge eingereicht. Die achtköpfige Jury, in der neben Vertretern des Marktgemeinderates und der Verwaltung auch Natalie Ponsot und Gisela Brandl Mitglied waren, traf ihre Entscheidung einhellig. Die eingereichten Arbeiten von Paul Kaindl, Fiona Schmelzer und Leni Erdmann landeten so auf den Plätzen eins, zwei und drei. „Es war eine wirklich tolle Idee“ so Bürgermeister Jens Machold, der sich in diesem Zug nicht nur bei Schulreferentin Brigitte Hackl für die Unterstützung bedankte, sondern auch bei den 21 kleinen Künstlern, die sich an dieser Aktion beteiligt haben. Sie alle können sich freuen, denn auch wenn es nur das Bild von Paul Kaindl auf das Plakat geschafft hat, so werden ab der kommende Woche alle eingereichten Vorschläge im Rathaus – ähnlich wie schon beim Adventskalender – ausgestellt.

Ein zünftiges Weißwurstfrühstück, darauf darf man sich auch 2016 wieder freuen. Foto: Archiv/Regler

So bleibt am Ende noch ein Blick auf das Fest selbst. Im Fokus der Diskussion stand im vergangenen Jahr der Biergarten. Erstmals wurde er nicht mehr vom Bürgerbräu, sondern vom Festwirt betrieben, dies soll auch nach Möglichkeit in diesem Jahr so bleiben. Doch anders als 2015 hat nun auch die Urban Chestnut Brauerei ihr Interesse bekundet und möchte entsprechend auf der Wolnzacher Wies’n vertreten sein. „Hier müssen wir nun mit allen Beteiligten ein Konzept erarbeiten“, so Machold weiter. Wie dies genau aussehen wird, das werden aber erst die kommenden Gespräche zeigen. Eines aber steht jetzt fest: Nach dem Versuch im vergangenen Jahr wird es auch 2016 wieder ein Weißwurstfrühstück im Biergarten geben. „Uns hat die Idee gut gefallen, so dass wir sie ins Programm aufgenommen haben“, erklärt Julia Merkle, die seitens der Verwaltung das Fest organisiert.

Kleine Änderungen wird es in diesem Jahr auch bei den Schaustellern geben. Aufgrund der engen zeitlichen Abfolgen vom Hallertauer Volksfest und dem Barthelmarkt in Manching wird die Dschungelrally in diesem Jahr nicht auf der Festwiese vertreten sein. Als mögliche Alternativen  kommt das Fahrgeschäft „Beach Party“ in Frage. Dies wird derzeit vom Markt Wolnzach geprüft. Einem größeren Karussell musste man hingegen schon eine Absage erteilen. „Der Platz zwischen Super Hupferl und der Hopfenstraße reicht nicht aus und wir hätten damit entweder dem Hupferl oder Autoscooter eine Absage erteilen müssen. Beides sind aber sehr beliebte Fahrgeschäfte“, führte Merkle aus.

Damit bleibt am Ende nur noch eine Frage. Wie viel kostet die Maß? „Hier bleiben die Preise unverändert. 7,10 € für die Maß Bier und 6,10 € für alkoholfreie Getränke“, so der Rathauschef. So darf man sich schon jetzt auf den Besuch beim Festwirt Waldinger aus Larsbach freuen.


Foto Archiv/Regler

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